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Ransome Stanley

Ransome Stanley bekennt sich zum Thema des Nomadentums. In seinen Arbeiten spiegelt sich die Entwicklung kultureller Einflüsse wieder, deren Wurzeln in der klassischen europäischen Moderne zu finden sind. Die thematischen Darstellungen seiner Figurationen greifen ethnologische und afrikanische Elemente auf, die sich in einer symbolischen Art mit Mythen und Themen wie Erotik, Schönheit und Zerfall auseinandersetzen. Die scheinbar monochromen Farbflächen entfalten bei genauer Beobachtung eine tiefe und nuancenreiche Sinnlichkeit.

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Auch in der Auswahl der Materialien ist Stanleys künstlerisches Nomadentum erkennbar. Traditionelle Ölfarben mischen sich mit ungewöhnlichen Pigmenten  oder Sand, Flächen werden durch Metallstücke unterbrochen. Gezielt stehen grafische Symbole gegen figurative Elemente, ohne das ein Gefühl der Fragmentierung aufkommt. Die gekonnten Kompositionen ermöglichen Bilder, die von Stille und Harmonie geprägt sind.

Die Werke Stanleys sind durch seine persönliche Herkunft geprägt.

Ransome Stanley als Sohn eines nigerianischen Journalisten und einer deutschen Mutter, 1953 in London geboren und aufgewachsen, verbrachte er den Großteil seiner Kindheit in Deutschland. Anschließend lebte er in der Nähe von Basel. Von 1975 bis 1979 studierte er an der Merz-Akademie in Stuttgart und war Meisterschüler bei Professor Merz.